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Protein Milkshake Style Vanilla Chocolate Chip Cookie: dickflüssig, abgestanden im Abgang

Vanille ist da, Cookie-Stückchen auch – aber der Shake schmeckt schal. Die schwächste Note der Reihe. Der Verlauf zeigt dafür den stärksten Trainingseffekt, den ich bisher aufgezeichnet habe.

ID: SWF-T-004-DE
Autor: StoffwechselFit

Aktualisiert: 25.07.2026

Protein Milkshake Style Vanilla Chocolate Chip Cookie: dickflüssig, abgestanden im Abgang
Protein Milkshake Style Vanilla Chocolate Chip Cookie: dickflüssig, abgestanden im Abgang

Englische Fassung: SWF-T-004-EN

Transparenzhinweis: Keine bezahlte Kooperation mit More Nutrition. Das Produkt haben wir selbst gekauft. Persönlicher Testbericht, keine Kaufempfehlung.
Zur Einordnung: Der Shake wurde nach zwölf Minuten von zwei Peloton-Einheiten überlagert. Eine isolierte Produktmessung ist das nicht — was die Kurve stattdessen zeigt, steht weiter unten.

Worum es geht

Vierter Shake der Testreihe, zweiter aus der Milkshake-Style-Linie: Vanilla Chocolate Chip Cookie. Nach dem Strawberry Yoghurt Split war die Erwartung gedämpft, aber Vanille und Cookie klingen erst einmal nach einer Kombination, bei der wenig schiefgehen kann.

Es ging schief.

Die Nährwerte

Die Nährwerttabelle auf der Dose – bei dieser Sorte war die Portionsspalte lesbar.
Die Nährwerttabelle auf der Dose – bei dieser Sorte war die Portionsspalte lesbar.

Bei dieser Dose ließ sich die Portionsspalte vollständig ablesen — beim Yoghurt Split war sie auf dem Foto unleserlich und musste berechnet werden.

Nährwert pro 100 g Pulver pro Portion (30 g + 300 ml Mandel-Drink)
Energie 1600 kJ / 380 kcal 744 kJ / 177 kcal
Fett 4,1 g 4,7 g
davon gesättigte Fettsäuren 2,3 g 1,2 g
Kohlenhydrate 9,0 g 2,7 g
davon Zucker 4,6 g 1,4 g
Ballaststoffe 0 g 1,8 g
Eiweiß 77 g 24 g
Salz 0,81 g 0,57 g

Dose: 600 g, 20 Portionen. Zubereitung laut Etikett: ein gestrichener Messlöffel (30 g) auf 300 ml kalten, ungesüßten Mandel-Drink.

Der Vergleich mit dem Yoghurt Split zeigt, wo die Unterschiede liegen: 9,0 statt 7,1 g Kohlenhydrate je 100 g, dafür 77 statt 80 g Eiweiß. Pro Portion sind das 2,7 statt 2,1 g Kohlenhydrate — in beiden Fällen wenig.

Aufschlussreich ist die Portionsspalte: Fett und Ballaststoffe liegen höher als im reinen Pulver. Das kommt vom Mandel-Drink, nicht vom Produkt. Wer mit Wasser zubereitet, landet bei anderen Werten.

Wie er geschmeckt hat

Die getestete Dose: More Protein Milkshake Style, Sorte Vanilla Chocolate Chip Cookie.
Die getestete Dose: More Protein Milkshake Style, Sorte Vanilla Chocolate Chip Cookie.
Im Pulver sind Vanille und die dunklen Cookie-Stückchen mit Schokolade erkennbar.
Im Pulver sind Vanille und die dunklen Cookie-Stückchen mit Schokolade erkennbar.
Der fertige Shake nach zweimaligem Aufschäumen – hell, sehr dickflüssig.
Der fertige Shake nach zweimaligem Aufschäumen – hell, sehr dickflüssig.

Zubereitet wie immer: zweimal durch den Aufschäumer.

Die Konsistenz ist sehr dickflüssig — deutlich mehr als beim Yoghurt Split. Das ist Geschmackssache; uns war es zu viel.

Vanille kommt durch. Man sieht sie sogar im Pulver, und im fertigen Shake sind kleine Stückchen erkennbar. Auch die Cookie-Stückchen mit Schokolade sind sichtbar, nicht nur auf dem Etikett. Insofern hält das Produkt, was die Zutatenliste verspricht.

Das Problem ist der Gesamteindruck: Der Shake schmeckt abgestanden. Nicht verdorben, sondern schal — als hätte er länger gestanden, obwohl er frisch zubereitet war. Am deutlichsten wird das im Abgang, der nach einem alten Keks schmeckt. Kein Fehlaroma, das man benennen könnte, sondern ein müder Nachgeschmack, der bleibt.

Unsere Bewertung: 4 von 10. Die schlechteste Note der bisherigen Reihe.

Was sich nach vier Sorten abzeichnet

Linie Sorte Note
Iced Coffee Dark Cookie Crumble 9/10
Iced Coffee Brownie Marshmallow 9/10
Milkshake Style Strawberry Yoghurt Split 6/10
Milkshake Style Vanilla Chocolate Chip Cookie 4/10

Beide Iced-Coffee-Sorten haben uns überzeugt, beide Milkshake-Style-Sorten nicht. Das ist ein auffälliges Muster — aber vier Produkte und zwei Personen sind keine Grundlage für ein Urteil über eine ganze Produktlinie. Es kann am Kaffeeanteil liegen, der Aromen trägt und Süße abfedert. Es kann an unserem Geschmack liegen. Es kann Zufall sein.

Was sich sagen lässt: Wir würden bei einer erneuten Bestellung zur Iced-Coffee-Linie greifen.

Mein Blutzuckerverlauf

Mein Glukoseverlauf Ride 1 Ride 2 Mein Glukoseverlauf Shake 11:44 · zwei Peloton-Rides à 30 Min · Einzelfallbeobachtung (n=1) 70 150 138 144 92 87 115 118 11:44 11:56 12:32 13:03 13:21 Shake Zielbereich 70–150 mg/dL · Linie zwischen den Punkten interpoliert
Mein Glukoseverlauf

Getrunken am Vormittag, als Mahlzeit eingetragen. Zwölf Minuten später begann die erste von zwei Peloton-Einheiten — der Shake stand also nicht lange allein.

Uhrzeit Wert Kontext
11:44 138 mg/dL Shake getrunken, 4 g KH notiert, Trend gleichbleibend
11:56 144 mg/dL Höchstwert, Start Ride 1 (30 Min, Rock Ride)
12:26 92 mg/dL während Ride 1, Trend fallend
12:32 87 mg/dL Tiefpunkt, Ende Ride 1
ca. 12:33–13:03 Ride 2 (30 Min, Rock Ride)
13:03 115 mg/dL Ende Ride 2
13:21 118 mg/dL Trend gleichbleibend

Alle Werte blieben im Zielbereich.

Was die Kurve zeigt — und was nicht

Zum Shake selbst lässt sich wenig sagen. In den zwölf Minuten zwischen Trinken und Trainingsbeginn stieg der Wert um 6 mg/dL, von 138 auf 144. Das ist wenig, aber zwölf Minuten sind zu kurz für eine Aussage: Die Glukoseantwort auf eine Mahlzeit erreicht ihren Höhepunkt typischerweise erst nach 30 bis 60 Minuten. Ein Vergleich mit dem Yoghurt Split (+22 mg/dL über 45 Minuten ohne Training) ist deshalb nicht zulässig.

Dazu kommt: Mein Wert stieg an diesem Vormittag schon vor dem Shake, von etwa 120 mg/dL gegen 09:00 auf 138 um 11:44. Der Ausgangspunkt war also kein ruhiges Plateau.

Deutlich ist dagegen der Trainingseffekt. Während des ersten Rides fiel der Wert von 144 auf 87 mg/dL — rund 57 mg/dL in etwa 35 Minuten. Das ist der stärkste Rückgang, den ich in dieser Testreihe aufgezeichnet habe. Dass moderate bis intensive Bewegung die Glukoseaufnahme in die Muskulatur erhöht, ist in Studien beschrieben .

Der Wiederanstieg danach ist die interessantere Beobachtung. Von 87 mg/dL ging es während und nach Ride 2 zurück auf 115 und dann 118 — obwohl weiter trainiert wurde. Zwei Erklärungen kommen in Frage : Nach einem Tiefpunkt setzt eine hormonelle Gegenregulation ein, die Glukose aus der Leber freisetzt. Und intensive Intervallbelastung — ein Rock Ride ist keine ruhige Grundlagenfahrt — kann über Katecholamine den Wert anheben statt senken, anders als gleichmäßige Ausdauerbelastung.

Welcher der beiden Mechanismen hier überwiegt, kann ich aus einer einzelnen Aufzeichnung nicht ableiten . Es ist eine Einzelfallbeobachtung, kein Beleg.

Was noch offen ist

  • Wiederholung ohne Training, mindestens drei Stunden Beobachtung. Erst dann ist die Sorte mit dem Yoghurt Split vergleichbar.
  • Intensitätsvergleich: ruhige Ausdauerfahrt gegen Rock Ride, jeweils nach demselben Shake. Der Wiederanstieg legt nahe, dass die Intensität eine Rolle spielt — nachgewiesen ist das bei mir nicht.
  • Zubereitung mit Wasser statt Mandel-Drink, weil das Fett fast vollständig aus dem Mandel-Drink stammt.

Quellen

  1. Etikettangaben More Protein Milkshake Style Vanilla Chocolate Chip Cookie: 1600 kJ / 380 kcal, 4,1 g Fett, 9,0 g Kohlenhydrate, 77 g Eiweiß, 0,81 g Salz je 100 g Pulver; pro Portion (30 g in 300 ml ungesüßtem Mandel-Drink) 744 kJ / 177 kcal, 2,7 g Kohlenhydrate, 24 g Eiweiß; Dose 600 g, 20 Portionen.
  2. Produktangaben More Nutrition zur Milkshake-Style-Linie: Molkenproteinkonzentrat und Calciumcaseinat, Süßung mit Sucralose und Steviolglykosiden, ohne Zuckerzusatz.
  3. Etikettangaben More Protein Milkshake Style Strawberry Yoghurt Split zum Vergleich: 378 kcal, 7,1 g Kohlenhydrate, 80 g Eiweiß je 100 g.
  4. Übersichtsarbeiten zur Glukoseaufnahme in die Muskulatur unter körperlicher Belastung.
  5. Übersichtsarbeiten zur hormonellen Gegenregulation nach Belastung und zum Einfluss der Belastungsintensität: intensive Intervallbelastung kann über Katecholamine den Glukosewert anheben, gleichmäßige Ausdauerbelastung senkt ihn eher.
  6. Herstellerangaben Abbott zum FreeStyle Libre 3: Messprinzip Gewebeglukose, Verzögerung gegenüber Blutglukose.
  7. Eigene CGM-Aufzeichnung vom 25.07.2026, dokumentiert per Screenshot-Zeitstempel — Einzelfallbeobachtung.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Eine Stoffwechselerkrankung lässt sich mit Proteinpulver weder heilen noch in Remission bringen. Geschmacksurteile sind subjektiv und geben die Einschätzung von zwei Personen wieder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Worum es geht
  • Die Nährwerte
  • Wie er geschmeckt hat
  • Was sich nach vier Sorten abzeichnet
  • Mein Blutzuckerverlauf

Die Punkte fassen zusammen, was in den Abschnitten oben steht.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Kein Produkt kann eine Stoffwechselerkrankung heilen; Aussagen zur Remission beziehen sich auf den Gesamtlebensstil. Kein Heilversprechen.

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