Kurzprofil
More Nutrition ist einer der größten deutschen Anbieter im Segment “Genuss ohne Zucker”. Bemerkenswert an der Konzernstruktur: Rund 80 Prozent des TQG-Sortiments werden in eigenen Werken gefertigt – das ist in der Supplement-Branche, die stark von Lohnherstellern lebt, eher die Ausnahme. Anfang 2026 hat die Marke ihre Vitamin- und Mineralstoff-Linie neu aufgestellt und positioniert sich zunehmend Richtung “Wellbeing” statt reiner Fitness-Nische.
Was das für meinen Stoffwechsel bedeutet
Das Kernversprechen von More Nutrition passt auf dem Papier gut zu meinem Weg: Süßes und Cremiges ohne die Zuckerlast. Die entscheidenden Fragen aus Blutzucker-Sicht:
- Süßungsmittel statt Zucker: Dass der Austausch von Zucker gegen kalorienfreie Süßstoffe den Glukoseanstieg einer Mahlzeit reduziert, ist in Studien beschrieben . Ob Süßstoffe langfristig neutral für Stoffwechsel und Darmflora sind, wird weiter erforscht .
- Proteinanteil: Höherer Proteinanteil einer Mahlzeit dämpft und verzögert den Glukoseanstieg und sättigt besser .
- “Versteckte” Kohlenhydrate: Maltodextrin & Co. in einzelnen Produkten können trotz “zuckerfrei”-Optik glukosewirksam sein. Genau hier lohnt der Blick aufs Etikett – und auf die CGM-Kurve.
Wichtig zur Einordnung: Kein Chunky Flavour bringt jemanden in Remission. Aber wenn solche Produkte helfen, ein Kaloriendefizit und eine niedrigere Kohlenhydratlast durchzuhalten, ohne sich dauerhaft zu kasteien, können sie ein nützliches Werkzeug sein – mehr nicht, weniger aber auch nicht.
Was mich skeptisch macht
More Nutrition ist eine Marketing-Maschine: aggressive Rabattaktionen, große Influencer-Reichweite, emotionale Versprechen. Das sagt nichts über die Produktqualität – aber es erhöht die Gefahr, dass Erwartungen geweckt werden, die ein Lebensmittel nicht einlösen kann. Zudem sind die Preise pro Kilo bzw. Portion im oberen Bereich des Marktes. Beides fließt in meine Bewertung ein: Was leistet das Produkt tatsächlich für Blutzucker und Alltag, und was kostet das im Vergleich zur einfachen Eigenlösung (Quark, Skyr, selbst gewürzt)?
Der Plan für die Messreihe
- 1. Chunky Flavour in Magerquark/Skyr vs. dieselbe Portion pur: Unterschied in der Glukoseantwort über 3 Stunden – Erwartung: kaum Unterschied, aber das prüfe ich nach.
- 2. Proteinshake als Zwischenmahlzeit an Trainingstagen (Peloton, moderate Ausdauer) vs. Ruhetagen.
- 3. Zuckerfreie Saucen/Sirups zu einer standardisierten Testmahlzeit: Verändern sie den Peak messbar?
- 4. Etiketten-Check: Deklarierte vs. glukosewirksame Kohlenhydrate über das Sortiment hinweg.
Alle Ergebnisse werden als Einzelfallbeobachtung (n=1) gekennzeichnet und mit mindestens einer Wiederholungsmessung abgesichert.
Das Wichtigste in Kürze
- Kurzprofil
- Was das für meinen Stoffwechsel bedeutet
- Was mich skeptisch macht
- Der Plan für die Messreihe
Die Punkte fassen zusammen, was in den Abschnitten oben steht.
Quellen
Herstellerangaben von Etikett und Produktseite, abgerufen am Testtag. Eigene Sensormessungen: FreeStyle Libre 3.
