Ich fahre verschiedene Ride-Typen: ruhige Einheiten, Musik-Rides mit mehr Tempo, Cooldowns. Die Frage lag nahe: Wirkt das unterschiedlich auf den Blutzucker?
Was die Daten zeigen
Aus dem eigenen Sensorexport.
Wie ich gerechnet habe
Für jede Einheit habe ich den Wert unmittelbar davor genommen und den niedrigsten Wert in den neunzig Minuten danach. Die Differenz ist der Rückgang.
Das ist eine grobe Rechnung. Sie berücksichtigt nicht, was vorher gegessen wurde, wie hoch der Ausgangswert lag oder was danach kam.
Das Ergebnis
Ruhige Einheiten und Musik-Rides unterscheiden sich kaum: neun gegenüber zehn mg/dl im Schnitt. Das ist weniger, als ich erwartet hatte — und die Streuung innerhalb jeder Gruppe ist größer als der Unterschied zwischen ihnen.
Auffällig war eher der Ausgangswert: Vor den Musik-Rides lag er im Schnitt zehn Punkte niedriger. Das dürfte daran liegen, dass ich sie morgens fahre, die ruhigen eher nach dem Essen.
Acht und elf Einheiten sind zu wenig für einen Vergleich. Bei so kleinen Zahlen entscheidet ein einzelner Ausreißer über den Durchschnitt. Für eine belastbare Aussage müsste ich dieselbe Ausgangslage herstellen — gleiche Tageszeit, gleiche Mahlzeit davor — und das über viele Wochen.
Was ich trotzdem mitnehme
Beide Formen senken den Wert. Welche davon ich fahre, scheint weniger zu zählen als die Frage, ob ich überhaupt fahre.
Das deckt sich mit dem, was ich beim Spaziergang nach dem Essen sehe: Der größte Unterschied liegt zwischen Bewegung und keiner Bewegung, nicht zwischen zwei Arten von Bewegung.
Das Wichtigste in Kürze
- Elf ruhige Einheiten, acht mit mehr Tempo.
- Rückgang im Schnitt: neun gegenüber zehn mg/dl.
- Die Streuung innerhalb der Gruppen war größer als der Unterschied.
- Bei so wenigen Einheiten entscheidet ein Ausreißer den Durchschnitt.
- Ob ich fahre, zählt offenbar mehr als was ich fahre.
Einzelbeobachtung, keine Studie.
Quellen
Dieser Beitrag stützt sich auf eigene Sensormessungen. Wo Studien erwähnt werden, sind sie im Text verlinkt. Gewebeglukosemessung: FreeStyle Libre 3.